Themen: Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat nach heftigen Ausschreitungen rund um die Langstrasse zwei festgenommene Männer mit Strafbefehlen belegt. Der 19- und der 21-Jährige erhielten unbedingte Freiheitsstrafen von vier beziehungsweise sechs Monaten. Ihnen wird vorgeworfen, in der Nacht von Samstag auf Sonntag an einer Zusammenrottung teilgenommen sowie gezielte Gewalt gegen Polizeikräfte und Sachbeschädigungen unterstützt zu haben. Die Vorwürfe umfassen Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch sowie die Verletzung des Verhüllungsverbots. Die harten Strafen folgen auf Kritik am Polizeieinsatz während der Ausschreitungen. Insbesondere die Stadtzürcher SVP hatte moniert, die Polizei sei zu wenig konsequent vorgegangen und habe zu wenige Personen festgenommen. Sie forderte Festnahmen bereits bei einzelnen Sachbeschädigungen. Die Strafbefehle sind nicht rechtskräftig; beide Beschuldigten können Einsprache erheben.