Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik, Klima&Energie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
SBB Cargo plant, auf kommenden Dezember 50 von noch 280 bereits reduzierten Bedienpunkten zu streichen. Ein Wirtschaftsbündnis, Politikerinnen und Politiker von links bis rechts sowie die Gewerkschaft SEV verlangen deshalb einen sechsmonatigen Aufschub. Sie warnen vor Folgen für Verlader, die Versorgungssicherheit sowie den Einzelwagen-Ladungsverkehr und den kombinierten Verkehr. Zudem drohe eine weitere Verlagerung von Gütertransporten auf die Strasse. Im ersten Halbjahr lagen die Transportvolumen von SBB Cargo laut einem Bericht des Bundesamts für Verkehr fünf Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Defizit im Wagenladungsverkehr sank von 40 auf 12 Millionen Franken, wobei der Bund 40 Millionen Franken beisteuerte. Bis 2029 erhält SBB Cargo insgesamt 260 Millionen Franken staatliche Unterstützung zur Sicherung des Schienengüterverkehrs. CEO Alexander Muhm wird wegen der Abbaupolitik kritisiert. Er gilt als möglicher Nachfolger von SBB-Chef Vincent Ducrot, der Mitte 2027 zurücktritt. Die SBB will SBB Cargo im Januar 2027 wieder in den Konzern integrieren.