22.5.2026 Unter der Zürcher Hardbrücke parkierte man schräg. Das schuf Platz. Einst war das Abstellen fast gratis, dann schlugen die Stadtväter zu. Ab der 3. Stunde schoss der Tarif durch die Decke. Jetzt gehen sie einen Schritt weiter. Auf der einen Seite reissen die Bagger den ganzen Streifen mit den alten Parkplätzen weg. Dort gibts nachher nichts mehr. Auf der gegenüberliegenden Seite hat die Stadt von schräg auf lang umgestellt. Die Autos parkieren jetzt längs hintereinander. Zusammen führt das zu einer gigantischen Abwrack-Aktion. 180 Parkplätze verschwinden auf einen Streich. Dafür sollen dereinst Cafés und Shops aus der Höhle unter der Hardbrücke eine blühende, urbane Landschaft machen. Dort, wo einst die SVP mit dem Slogan keinen Millionen für eine „Goldene Schiissi“ die Mehrheit errungen hatte und seither Asphaltwüste ohne Kiosk herrscht, erobert Rotgründ das Gelände zurück. Mit Wucht. Der Umbau ist eindrücklich, die Vernichtung der Parkplätze noch umfassender als sonst in der Zwingli-Stadt. Die Rechte hofft auf einen Sieg am 14. Juni. Für jeden aufgehobenen Parkplatz soll Ersatz entstehen. Und zwar nicht weit weg, im gleichen Quartier. Chancen? Zero. Zürich will Lastenvelos statt SUVs.