Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Stadt Zürich will städtische Gastronomiebetriebe künftig regelmässig und nach transparenten Kriterien öffentlich ausschreiben. Das neue Vergabereglement orientiert sich am europäischen und schweizerischen Binnenmarktrecht und soll kleineren sowie innovativen Betrieben bessere Chancen eröffnen. Auslöser der Debatte ist unter anderem die Pumpstation, die Michel Péclard vor rund dreissig Jahren erhielt; später kamen Hafen Riesbach und «Fischer’s Fritz» hinzu, ohne erneute Ausschreibungen. Auch Urs Keller übernahm den Kiosk am Hafen Enge zunächst ohne Ausschreibung, erhielt den Kiosk am Bürkliplatz 2026 dagegen in einem öffentlichen Verfahren. Kritiker beanstanden zudem die Konzentration attraktiver Standorte bei bekannten Betreibern wie Reto Candrian. Beim Sportamt gelten bereits befristete Pachtverträge mit anschliessender Pflicht zur Neuausschreibung. Übernimmt das Finanzdepartement dieses Modell, könnten weitere prominente Standorte neu vergeben werden. Ob dadurch tatsächlich vielfältigere Konzepte entstehen, bleibt offen.