Themen: Bildung, Gleichstellung, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Tessin
Giuseppe Sergi und Matteo Pronzini von der Bewegung für den Sozialismus verlangen vom Tessiner Staatsrat eine öffentliche Klärung zur Behandlung von Vorwürfen gegen einen ehemaligen Lehrer des Centro scolastico per le industrie artistiche in Lugano. Dem Mann werden sexistische und demütigende Verhaltensweisen gegenüber Schülerinnen und Schülern vorgeworfen. Laut den Interpellanten sollen die Vorfälle über mehrere Jahre angedauert haben; Meldungen von Lernenden und Lehrpersonen reichten teilweise in die Jahre 2000 bis 2008 zurück. Das Departement für Bildung, Kultur und Sport bestätigte ein Disziplinarverfahren sowie die Beendigung des Arbeitsverhältnisses, äusserte sich mit Verweis auf die Vertraulichkeit aber nicht weiter. Die Politiker wollen wissen, wann Schulleitung und Departement erstmals informiert wurden, welche Abklärungen und Schutzmassnahmen erfolgten und ob Meldungen auf allen institutionellen Ebenen korrekt und rechtzeitig behandelt wurden. Sie fragen zudem nach möglichen Versäumnissen sowie nach einem öffentlichen Bericht und nach Ergebnissen einer angekündigten Überprüfung der Richtlinien zu unangemessenem Verhalten an Schulen.