Themen: Gleichstellung, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Saskia Leber wehrte sich gegen eine aus ihrer Sicht erfolgte Täter-Opfer-Umkehr nach versuchter sexualisierter Gewalt. Das kantonale Amt für Sozialbeiträge hatte der 38-Jährigen eine Genugtuung verweigert, weil sie sich in einem Chat angeblich nicht deutlich genug abgegrenzt habe. Leber akzeptierte diesen Entscheid nicht und zog den Fall bis vor das Basler Appellationsgericht. Dort erhielt sie in wesentlichen Punkten recht. Der Beobachter zeichnete sie für ihren Einsatz mit dem Prix Courage aus. Leber bezeichnet die Auszeichnung als grosse Anerkennung für ihren langen Kampf. Jurypräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf unterstrich in der Laudatio, dass kein Verhalten einer Person einer anderen das Recht gebe, deren Grenzen zu überschreiten; die Verantwortung liege beim Täter.