Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Darko Savic steht im Zentrum der Kritik am Schweizer F-35-Kauf. Medienberichten zufolge informierten die USA die Schweiz kurz vor Weihnachten 2024 schriftlich über drohende Mehrkosten. Am 8. Januar 2025 kündigte Savic, der damals als Beamter im Verteidigungsdepartement tätig war. Fast gleichzeitig trat Armeechefin Viola Amherd zurück. Savic gilt als einziger Beteiligter, der sämtliche Details des milliardenschweren Vertrags für den US-Tarnkappenjet F-35A gelesen habe. Der Kauf könnte laut Bericht bis zu acht Milliarden Franken kosten und damit zwei Milliarden mehr als angekündigt. Priska Seiler Graf, frühere Präsidentin der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats, bezeichnet die Fixpreis-Erzählung als wohl von Savic mitgeprägt und juristisch nicht durchsetzbar. Nach seinem Weggang aus dem VBS übernahm Savic bei Pilatus die Funktion Director Program Management Business Administration. Während andere Beteiligte unter Druck stehen, äussert er sich nicht öffentlich. Der Fall weckt im Beitrag Erinnerungen an den Mirage-Skandal und wirft Fragen zur Verantwortung beim Kampfjetgeschäft auf.