Themen: Technologie
Regionen: International, Europa
Zwei Hochgeschwindigkeitszüge der Unternehmen Iryo und Renfe sind am Morgen zwischen Los Yébenes und Urda in der spanischen Provinz Toledo zusammengestossen. Die Züge waren auf der Verbindung Madrid–Sevilla unterwegs. Der staatliche Infrastrukturbetreiber Adif stellte den Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien ein. Die Zahl der Opfer ist vorläufig und widersprüchlich: Quellen der Regionalregierung von Kastilien-La Mancha sprechen von mindestens 30 Todesopfern, der Zivilschutz laut SkyNews von mindestens 46. Ein Passagier berichtete von zahlreichen Verletzten und Toten; die Guardia Civil habe Leichen aus einem Zug geborgen. Nach ersten Rekonstruktionen wurde ein stehender Iryo-Zug von einem Renfe-Zug von hinten gerammt. Zwei hintere Wagen des Iryo-Zugs entgleisten und stürzten eine Böschung hinab. Als mögliche Ursache wird ein Defekt der Signalanlage genannt, doch die Ermittlungen sind nicht abgeschlossen.