Themen: Migration/Asyl, Gesellschaft, Geopolitik
Regionen: International, Nordamerika, Europa
US-Vizepräsident JD Vance sieht Europas grösste Gefahr nicht in Russland, China oder anderen äusseren Akteuren, sondern im Rückzug von gemeinsamen grundlegenden Werten. An der Münchner Sicherheitskonferenz nannte er insbesondere Massenimmigration eine drängende Herausforderung, weil Politiker gegen den Wählerwillen Millionen ungeprüfter Einwanderer ins Land liessen. In seinem 2026 erschienenen Buch «Communion: Finding My Way Back to Faith» verbindet der katholische Vance die wachsende demografische Vielfalt durch Einwanderung mit einer Schwächung des Christentums als kultureller Bindekraft. Marco Rubio sprach in München ebenfalls vom Christentum als heiligem Erbe und Verbindung zwischen Alter und Neuer Welt. Kriegsminister Pete Hegseth erklärte, westliche Staaten müssten christliche Nationen mit starken Grenzen und gemeinsamer Herkunft bleiben. Vance schildert im Buch seine Rückkehr zum Glauben, präzisiert jedoch nicht, welche christlichen Werte seine Politik konkret leiten. Auf Kritik an einer harten Einwanderungspolitik geht er nur allgemein mit dem Hinweis auf notwendige moralische Abwägungen ein.