Themen: Gesundheit, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Stefan schilderte am Anlass «Gestört erzählt» im Karl der Grosse seinen Weg aus einer seit früher Kindheit prägenden Angst vor dem Verlassenwerden. Die Angst führte ihn zu extremer Anpassung und später dazu, in der Lehre täglich nach Hause zu fahren, um zu kontrollieren, ob seine Mutter noch lebe. Als Jugendlicher und junger Erwachsener suchte er im Konsum von Cannabis und Partydrogen vorübergehend Entlastung. Im Spätsommer 1992 sagte er wegen der Belastung durch den Konsum einen Partyabend ab und fuhr mit dem Velo über die Hardbrücke. Dabei wurde er von einem Auto erfasst und brach sich zwei Halswirbel; seither sitzt er im Rollstuhl. Unterstützung fand er in Therapie und einer Selbsthilfegruppe, wobei der Veränderungsprozess von Rückschlägen geprägt war. Ein spirituelles Erlebnis gab ihm nach eigenen Angaben das Gefühl, behütet zu sein, und veränderte seine Sicht auf den Unfall und sein Leben. Heute begleitet er als Peer Patient:innen in der Psychiatrie.