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Ticino: tra povertà e finanze pubbliche. Verso le favelas della Svizzera?

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Ticino: tra povertà e finanze pubbliche. Verso le favelas della Svizzera?

Themen: CH-Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Finanzen

Regionen: Schweiz, Tessin

Lorenzo Onderka warnt, dass im Tessin auch Erwerbstätige wegen vergleichsweise tiefer Löhne und hoher Kosten für Miete, Krankenkasse und Alltag in Armut geraten können. Alleinerziehende, Rentnerinnen und Rentner mit ungenügenden Einkommen sowie Arbeitslose nach Ausschöpfung der Taggelder seien besonders gefährdet. Öffentliche Hilfen federten diese Lage ab, könnten aber durch die Sanierung der Kantonsfinanzen unter Druck geraten. Für 2027 ist ein Defizit von 98,5 Millionen Franken vorgesehen; ohne Korrekturmassnahmen rechnet die Finanzplanung für 2030 mit rund 460 Millionen Franken Fehlbetrag. Der Regierungsrat hat die mehrjährige Sanierungsplanung auf die nächste Legislatur verschoben. Onderka fordert eine Sanierung, die soziale Folgen berücksichtigt. Er verbindet die Finanzlage mit dem veränderten Arbeitsmarkt, der Personenfreizügigkeit und einer alternden Bevölkerung. Regierung, Wirtschaftsverbände und Unternehmen müssten Ausgabendisziplin mit verbindlichen Anstrengungen für würdige Löhne, stabile Stellen und Perspektiven für ansässige Junge verbinden.

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