Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Schweizer Hotels können für Beherbergungsleistungen bis Ende 2031 weiterhin den Mehrwertsteuer-Sondersatz von 3,8 Prozent verrechnen. Das Parlament einigte sich nach kontroversen Diskussionen auf eine Verlängerung um vier Jahre und zeigte in der Schlussabstimmung keinen Widerstand mehr. Der Sondersatz wäre ohne diesen Entscheid Ende 2027 ausgelaufen. Ab Anfang 2028 hätte für die Branche damit der normale Mehrwertsteuersatz von derzeit 8,1 Prozent gegolten. Der Ständerat hatte ursprünglich eine Verlängerung bis 2035 gefordert. Der Nationalrat unterstützte zunächst den Übergang zum Normalsatz, schwenkte später jedoch auf die befristete Verlängerung bis 2031 ein. GLP-Parteichef Jürg Grossen äusserte sich am Rand der Parlamentsdebatten kritisch. Nach seiner Rechnung fehlen dem Staat wegen der Verlängerung jährlich rund 300 Millionen Franken, über vier Jahre insgesamt etwa 1,4 Milliarden Franken. Dieses Geld müsse an anderer Stelle eingespart werden.