Themen: CH-Politik, Leben, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die wohnpolitischen Abstimmungen im Kanton und in der Stadt Zürich haben nach dieser Kritik kaum Fortschritte für Menschen gebracht, die bezahlbaren Wohnraum suchen. Die Wohnungsinitiative wollte mit mindestens 500 Millionen Franken und einer öffentlich-rechtlichen Anstalt das Angebot günstiger Wohnungen ausbauen, scheiterte jedoch. Der angenommene Gegenvorschlag spreche nicht von gemeinnützigem, bezahlbarem oder kostenmietebasiertem Wohnraum, sondern begünstige Investoren mit günstigen Rahmenbedingungen. Auch die Wohnschutzinitiative, welche Gemeinden bei knappem Angebot zeitlich begrenzte Eingriffe gegen Mietzinserhöhungen nach wertvermehrenden Investitionen ermöglicht hätte, wurde abgelehnt. Der Autor wirft der bürgerlichen Mehrheit vor, Wuchermieten und überhöhte Renditen nicht wirksam anzugehen. Positiv bewertet er einzig das deutliche Nein zur Wohneigentums-Initiative, die staatlich geförderte Projekte teilweise zum Verkauf an Private verpflichtet hätte. Die Annahme der Umsetzung von Paragraph 49b ändere nur die Einkommenskontrollen bei Kostenmiete-Wohnungen, nicht aber deren noch unklare Anzahl. Insgesamt sei der Status quo erhalten geblieben.