Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen, Leben
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Der Zürcher Stadtrat rechnet im Budget 2027 trotz Rekordsteuern mit einem Defizit von 407 Millionen Franken. Bei einer Verschuldung von rund 7 Milliarden Franken sollen Ausgaben gedrosselt werden, unter anderem wegen hoher Infrastrukturinvestitionen wie beim Fernwärmeausbau. Das jährliche Budget für Liegenschaftskäufe soll von 600 auf 150 Millionen Franken sinken. Stadtpräsident Raphael Golta hält das Ziel, bis 2050 einen Drittel der Mietwohnungen gemeinnützig zu machen, dennoch für erreichbar; dafür sind 15’500 zusätzliche Wohnungen vorgesehen. Der Stadtrat will stattdessen das Eigenkapital der städtischen Stiftungen PWG und SAW um rund 125 Millionen Franken erhöhen und Genossenschaften künftig jährlich 80 statt 60 Millionen Franken für Käufe ermöglichen. FDP und GLP begrüssen die Sparmassnahme teilweise, während AL, Grüne und SP befürchten, dass das Drittelsziel und der Ausbau gemeinnützigen Wohnraums gefährdet werden. Von 600 Millionen Franken für 2026 waren bis September erst 20 Millionen ausgegeben.