Themen: Innen-Politik, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Verantwortlichen für Ausschreitungen in Zürich sollen vorerst weder Schäden noch Kosten des grossen Polizeieinsatzes bezahlen. Zwar hatte die Bevölkerung die Anti-Chaoten-Initiative angenommen, wonach gewalttätigen Demonstrierenden und Organisatoren Sicherheits- und Schadenskosten auferlegt werden können. Die Umsetzung ist jedoch sistiert, nachdem das Bundesgericht einem Rekurs der Demokratischen Juristinnen und Juristen im Januar aufschiebende Wirkung erteilt hatte. In der Nacht nahmen Hunderte maskierte Personen an einem nicht bewilligten Umzug im Stadtzentrum teil. Dabei wurden laut Bericht Böller, Steine und Flaschen gegen die Polizei geworfen. Diese setzte Wasserwerfer, Tränengas und Gummischrot ein, hielt zwei Personen an und wies 18 weg. Die SVP sprach von einem Angriff auf den Rechtsstaat und kritisierte Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart. Junge SVP und Junge FDP verlangten eine Distanzierung der Linken; SP und Grüne verurteilten die Gewalt ebenfalls.