Themen: CH-Politik, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Stadt Zürich kann die für diesen Sommer geplanten Fussgängerstreifen und Lichtsignale auf der Rosengartenstrasse vorerst nicht umsetzen. Der Gemeinderat hatte die Massnahmen im Herbst 2025 mit Zweidrittelmehrheit beschlossen und dafür 3,5 Millionen Franken bewilligt. Für die Bewilligung ist jedoch der Kanton zuständig. Das kantonale Amt für Mobilität soll das Gesuch laut einer informierten Quelle erst bearbeiten, wenn der Rechtsstreit um Tempo 30 auf der Rosengartenstrasse entschieden ist. Die Stadt versucht seit fünf Jahren, dort Tempo 30 einzuführen, doch die Kantonspolizei verweigerte die Bewilligung wegen möglicher Auswirkungen auf umliegende Strassen. Täglich verkehren mehr als 55'000 Autos auf der als besonders laut bezeichneten Strasse; rund 3'000 Anwohnende sind hoher Belastung ausgesetzt. Seit Inkrafttreten der Mobilitätsinitiative benötigen Zürich und Winterthur auch für Temporeduktionen auf Hauptstrassen die Zustimmung des Kantons. Bei bereits eingereichten Gesuchen ist die Rechtslage umstritten.