Themen: Innen-Politik, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Nach einer nicht angemeldeten Versammlung im Zentrum Barcelonas hat die katalanische Polizei in der Nacht auf Sonntag 128 Personen festgenommen, darunter 73 Minderjährige. Gruppen überwiegend schwarz gekleideter Personen versammelten sich auf der Plaça de Catalunya, zogen durch die Stadt und griffen Geschäfte an. Nach Angaben der Mossos d’Esquadra wurden 23 Läden beschädigt oder geplündert; 14 Polizisten und ein Angehöriger der Stadtpolizei wurden verletzt. Die Polizei warnte die Bevölkerung, das Gebiet zu meiden, nachdem Vermummte Container angezündet, Stadtmobiliar beschädigt und Steine auf Einsatzkräfte geworfen hatten. Polizeichefin Sílvia Catà erklärte, die Festgenommenen seien weitgehend unorganisiert gewesen, hätten sich jedoch über soziale Netzwerke verabredet. Nur zwei hätten Vorstrafen gehabt. Die Behörden erstellen nun die Akten für Jugendstaatsanwaltschaft und zuständige Gerichte. Kataloniens Regionalpräsident Salvador Illa verurteilte die Gewalt; im laufenden spanischen Wahlkampf folgten weitere politische Stellungnahmen.