Themen: Innen-Politik, Leben
Regionen: Schweiz, Tessin
Die elf Tessiner Schlichtungsstellen für Mietfragen haben 2025 insgesamt 1279 Verfahren eröffnet und 1211 davon abgeschlossen. In 45 Prozent der erledigten Fälle einigten sich Mieter und Vermieter oder akzeptierten einen Urteilsvorschlag. Weitere 23 Prozent endeten etwa durch Rückzüge oder Abschreibungen. Nur in 30 Prozent der Fälle wurde eine Klagebewilligung für das Zivilgericht ausgestellt. Damit wurden 68 Prozent der abgeschlossenen Verfahren ohne Weiterzug an die Pretura civile beendet. Zu den häufigsten Auslösern zählen Mietzinserhöhungen, Streit über Nebenkosten und Mängel an Liegenschaften. An der Jahresversammlung in Bellinzona würdigten Vertreter des kantonalen Justizbereichs die rund hundert Fachpersonen, die in den Stellen tätig sind. Regierungsrat Norman Gobbi betonte den Nutzen eines zugänglichen, lokal verankerten Dienstes, der Konflikte innert angemessener Frist lösen und langwierige sowie kostspielige Verfahren vermeiden soll.