Themen: CH-Politik, Innen-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
In Uster geriet die Stadtpolizei wegen unrechtmässig gesplitteter Rechnungen unter Druck. Ein Polizeifahrzeug für rund 100'000 Franken wurde in vier Rechnungen zu je 25'000 Franken aufgeteilt, um die Finanzkompetenz eines Kadermitglieds nicht zu überschreiten. Auch Anti-Terror-Sperren für 155'000 Franken wurden in vier Teilrechnungen von je rund 38'000 Franken zerlegt. Sicherheitsvorsteherin Beatrice Caviezel (GLP) unterzeichnete diese Rechnungen, obwohl damit die Vorschriften umgangen wurden. Der Polizeikommandant wurde Ende März beurlaubt und im Juni im gegenseitigen Einverständnis entlassen. Die Polizei überschritt zudem ihr Budget von 6,4 Millionen Franken um 1,4 Millionen. Einnahmen aus Bussen stiegen auf 1,5 Millionen Franken, wobei eine Überwachung am Bahnübergang beim Bahnhof rechtlich fragwürdig gewesen sein soll. Eine Kommission untersucht die Vorfälle; der Ruf nach einer PUK wächst. Gemeinderat und Stadtrat reichten zudem Strafanzeige wegen möglicher Verletzung des Amtsgeheimnisses ein.