Themen: CH-Politik, Technologie, Klima&Energie
Regionen: Schweiz, Ostschweiz
In Beringen läuft das Baugesuch für ein geplantes Enka-Datencenter; die Einsprachefrist wurde nach einem Sturm bis 12. Oktober verlängert. Gemeinde und Kanton verweisen darauf, dass ein regelkonformes Vorhaben schwer zu stoppen sei. Dennoch bestehen laut Raumplanungsrecht Möglichkeiten: Die Gemeinde könnte für bis zu drei Jahre eine Planungszone verfügen, falls eine verfestigte Planungsabsicht und ein öffentliches Planungsbedürfnis vorliegen. Als Argument gilt insbesondere der hohe Wasserverbrauch. Der Gemeinderat hat eine solche Zone bisher nicht behandelt. Auch der Kanton könnte planerisch eingreifen oder gestützt auf das Energiegesetz Verordnungsauflagen festlegen. Parallel berät der Kantonsrat einen überparteilichen Vorstoss mit strengeren Anforderungen an Datencenter, darunter mindestens 50 Prozent Abwärmenutzung und kreislauforientierte oder regenerative Kühlung für die Hälfte des Wasserverbrauchs. Der Regierungsrat will Anpassungen möglichst schon auf das zweite Rechenzentrum anwenden.