Themen: CH-Politik, Umwelt, Demokratie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Ernährungsinitiative verlangt aus Sicht des Autors Ziele, die für die Schweiz sachlich geboten seien: sauberes Trinkwasser, intakte Ökosysteme, fruchtbare Böden, Biodiversität und eine stärkere Selbstversorgung, vor allem mit pflanzlichen Lebensmitteln. Dennoch werde sie weithin als chancenlos behandelt. Kritisiert wird insbesondere, dass linke Parteien die Vorlage aus taktischen Gründen nicht unterstützten, obwohl ihre Anliegen mit Parteiprogrammen übereinstimmten. Die Befürchtung, vor der nächsten Debatte über die Agrarreform keine agrarpolitische Abstimmung verlieren zu wollen, sei nachvollziehbar, aber falsch. Eine deutliche Niederlage der Initiative könne Gegnerinnen und Gegner vielmehr als Zustimmung zu einem Weiter-wie-bisher deuten und die kommende Reform zusätzlich schwächen. Auch eine nicht ideal ausgestaltete Vorlage müsse unterstützt werden, wenn sie in die richtige Richtung ziele. Der Autor ruft deshalb dazu auf, an der bevorstehenden Abstimmung ein Ja einzulegen.