Themen: Klima&Energie, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Linda Cecilia Haaland und Peter Tillessen vom Drop Kollektiv erläutern ihre Aktionsform gegen Akteure, die sie für die Klimakrise mitverantwortlich machen. Das Kollektiv entstand aus einem Umfeld früherer Gruppen wie Extinction Rebellion und Renovate; seine Mitglieder wurden nach eigenen Angaben von der Aktivismuswelle nach der Pandemie geprägt. Sie berichten, dass hohe Bussen und Verfahren viele Klimaaktivist:innen abgeschreckt hätten. Mit Störungen öffentlicher Veranstaltungen, Konfrontationen von Lobbyisten und anderen Interventionen wollen sie das Narrativ angreifen, wonach vor allem Einzelne durch Konsumverzicht verantwortlich seien. Stattdessen richten sie ihre Kritik gegen fossile Industrien, grosse Unternehmen und wohlhabende Entscheidungsträger, denen sie Greenwashing vorwerfen. Die Aktivist:innen halten ihre Aktionen für wirksam, obwohl sie Ablehnung auslösen. Sie besuchen nach eigener Darstellung öffentliche Veranstaltungen mit Tickets, vermeiden Hausfriedensbruch und bewegen sich bewusst nahe an der Grenze des Legalen. Meist würden sie von Sicherheitskräften hinausbegleitet; strafrechtliche Folgen seien bislang selten. Sie sehen kompromisslose Gruppen als Teil einer breiten Graswurzelbewegung für politischen Wandel.