Themen: CH-Politik, Bildung, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Im Zürcher Kantonsrat haben zwei SVP-Vorstösse zur Schule heftige Debatten ausgelöst. Ein kantonales Verbot von Handys und ähnlichen Geräten bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit könnte in zwei bis drei Jahren umgesetzt werden; Details etwa für Betreuung und Altersstufen bleiben offen. Der Text unterscheidet dies von bereits möglichen schulischen Verboten während des Unterrichts und warnt davor, digitale Kommunikation pauschal aus dem Schulalltag auszuschliessen. Beim Kopftuchverbot ist die Lage unterschiedlich: Für Lehrerinnen könnte ein Verbot zustande kommen, für Schülerinnen gilt eine rechtskonforme Regelung als schwierig, sofern das Bundesgericht seine Haltung nicht ändert. Die SVP begründet ihren Vorstoss mit Gleichstellung und der Abwehr einer Islamisierung. Gegenstimmen kritisieren die Bevormundung muslimischer Frauen und die Stigmatisierung von Musliminnen. Weitere Ratsgeschäfte betrafen Kindergartenalter, Bioabfälle und ökologischen Ausgleich im Siedlungsraum.