Themen: Neutralität, CH-Politik, Krieg&Frieden
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Christian Müller plädiert vor der Abstimmung vom 27. September 2026 für eine Initiative, welche die Schweizer Neutralität in der Bundesverfassung klarer definieren und festigen soll. Er kritisiert Schweizerinnen und Schweizer, die eine enge Zusammenarbeit sowie militärische Interoperabilität mit NATO und EU verlangen. Seine Argumentation verknüpft die Neutralität mit der Verschonung der Schweiz vor kriegerischen Auseinandersetzungen in den beiden Weltkriegen und mit der Entwicklung des Roten Kreuzes. Der Autor wirft der NATO unter anderem Osterweiterung, Raketenbasen, Manöver an Russlands Grenze und eine Mitverantwortung für die Lage in Europa sowie den Krieg in der Ukraine vor. Ein zitiertes Manifest fordert dagegen eine schlagkräftige Armee und Vorbereitung mit NATO und EU für eine gemeinsame militärische Verteidigung im Angriffsfall. Müller erkennt darin eine Abkehr von der historisch gewachsenen Neutralität und ruft dazu auf, die Erstunterzeichnenden politisch zu missachten.