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Finstersee: Zugs «Gallier» wehren sich

Zentralplus
Finstersee: Zugs «Gallier» wehren sich

Themen: CH-Politik, Gesellschaft, Leben

Regionen: Schweiz, Zentralschweiz

Finstersee, ein Ortsteil von Menzingen mit rund 400 Einwohnerinnen und Einwohnern, verfügt seit der Einstellung der Linie 661 im Dezember 2018 über keine reguläre ÖV-Verbindung mehr. Der Kanton Zug begründete den Entscheid damals mit geringer Nachfrage, einem Kostendeckungsgrad von 12 Prozent und Abgeltungskosten von 14.70 Franken pro Einstieg. Die Bevölkerung fordert dennoch eine neue Verbindung, etwa wegen Schulwegen, Lehrstellen, Einkäufen sowie der Mobilität älterer und eingeschränkter Menschen. Ohne Auto bleibt der Ort weitgehend abgeschnitten; der Fussweg zur Endstation Chrüzegg dauert über eine halbe Stunde und führt teilweise an einer unübersichtlichen Strasse ohne Trottoir entlang. Der Regierungsrat will das Angebot nach Nachfragepotenzial ausbauen und lehnt die Unterstützung eines Vorstosses zu Ortsbussen ab. Ein 2023 geprüfter Bedarfsverkehr wurde wegen kaum tieferer Betriebskosten nicht bestellt. Die Gemeinde verlangt weiterhin eine Lösung beim Kanton, verweist aber auf bisher gescheiterte Taxi-, Rufbus- und Fahrdienstmodelle.

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