Themen: Demokratie, Innen-Politik, Geopolitik
Regionen: International, Nordamerika, Südamerika
Maria Corina Machado hat nach ihrer Rückkehr aus dem Exil Bereitschaft zu Gesprächen mit Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez und weiteren Akteuren erklärt. Ihre Sprecherin verlangt, die Oppositionelle in den von Washington unterstützten demokratischen Übergangsprozess einzubeziehen. Machado war nach knapp einem Jahr im Ausland nach Venezuela zurückgekehrt und wurde auf der rund 400 Kilometer langen Strecke von Barquisimeto nach Caracas von Tausenden Anhängern empfangen. Rodríguez kritisierte die Rückkehr als unnötige Inszenierung und verwies auf reguläre Einreisemöglichkeiten. Die Interimsregierung führt mit Teilen der Opposition Gespräche, von denen Machado bislang ausgeschlossen war. Sie fordert rasche Wahlen und mehr Dialog. Machado hatte Venezuela im Dezember 2025 verlassen, um den Friedensnobelpreis entgegenzunehmen, nachdem sie zuvor während einer Verhaftungswelle im Untergrund gelebt hatte. Ihre Rückkehr erfolgt neun Monate nach der Festnahme von Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte. US-Aussenminister Marco Rubio erklärte, Washington habe venezolanische Behörden zuvor zu einer problemlosen Einreise Machados aufgefordert.