Themen: CH-Politik, Innen-Politik, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Tessin
Die parlamentarische Untersuchungskommission unter Leitung von Natalia Ferrara findet im Fall Hospita keine Hinweise auf die vermutete abgesprochene Vergabe von drei Funktionen. Im Raum stand eine Verbindung zwischen der Ernennung des ehemaligen Lega-Grossrats Eolo Alberti in den Verwaltungsrat des Ente Ospedaliero Cantonale, der Anstellung von Sabrina Aldi als Hospita-Direktorin und jener von Alvaro Camponovo bei der Staatsanwaltschaft. Der mehr als 300 Seiten starke Bericht beanstandet dennoch vor allem Albertis Berufung in den EOC-Verwaltungsrat. Die Kommission richtet ihre Hauptkritik an den Staatsrat und die Mehrheit des Grossen Rates: Trotz einer Warnung des EOC vor möglichen Interessenkonflikten seien nötige Überprüfungen unterblieben. Alberti ist der einzige Beteiligte, den die Kommission bei der Staatsanwaltschaft anzeigt. Er soll sich wegen Finanzdelikten im Zusammenhang mit dem Fall verantworten. Der Bericht wird am 11. November veröffentlicht.