Themen: Innen-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Ein seit Sommer 2023 eskalierter Nachbarschaftsstreit in Weggis ist vor dem Bezirksgericht Kriens vorläufig sistiert worden. Der Beschuldigte soll seine Nachbarin an einem frühen Junimorgen während 20 Minuten mit einem Gartenschlauch bespritzt haben, weil sie mit anderen Personen ihre Wiese mähte. Später soll er sie, nachdem sie trotz Hupens auf der Fahrbahn stehen geblieben war, von der Strasse geschoben haben. Sie stürzte und erlitt laut Staatsanwaltschaft leichte Schürfwunden. In einem Entschuldigungsbrief bezeichnete er sie unter anderem als «Klimakleberin» und warf ihr eine rassistische Haltung gegenüber Deutschen vor. Bei einer Polizeiaussage beschuldigte er sie zudem ohne Belege des Litterings und Hausfriedensbruchs. Die Staatsanwaltschaft sieht Verleumdung und Beschimpfung als erfüllt an. Eine aussergerichtliche Einigung würde den Rückzug der Strafanträge und die Einstellung des Verfahrens ermöglichen; andernfalls wird verhandelt.