Themen: Demokratie, Partei-Politik
Regionen: International, Südamerika
Luiz Inácio Lula da Silva bleibt Präsident Brasiliens, nachdem er die Stichwahl gegen Flavio Bolsonaro, den Sohn des wegen eines mutmasslichen Putschversuchs inhaftierten Ex-Staatschefs, gewonnen hat. Lula erzielte 51,79 Prozent der Stimmen und lag damit um mehr als vier Millionen Stimmen vor seinem Gegner. Nach Einschätzung brasilianischer Zeitungen ist der Erfolg historisch: Seit der Rückkehr zur direkten allgemeinen Wahl 1989 hatte noch kein letztlich gewählter Präsident nach dem ersten Wahlgang hinter einem Konkurrenten gelegen. Lula, Chef der Arbeiterpartei, hatte dort noch hinter Bolsonaro zurückgelegen, kehrte das Resultat aber in der zweiten Runde deutlich um. Im Zentrum von Rio de Janeiro feierten Tausende Menschen den Sieg mit Feuerwerk, Umarmungen und Tränen. Die Reaktionen wurden als Ausdruck von Erleichterung beschrieben.