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Mittelfristig unvermeidlich

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Mittelfristig unvermeidlich

Themen: CH-Politik, Umwelt, Klima&Energie

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Die Ernährungsinitiative ist an der Urne gescheitert, erhielt aber mehr als 27 Prozent Ja-Stimmen. Nach Ansicht der Autorin zeigt dieses Resultat, dass ein beträchtlicher Teil der Stimmenden die Notwendigkeit eines anderen Ernährungssystems anerkennt. Sie fordert eine Landwirtschaft, die Ackerflächen vorrangig für Nahrungspflanzen nutzt und Tierhaltung vor allem dort betreibt, wo Ackerbau nicht möglich ist. Hitze, Dürre, Bautätigkeit und Bodendegradation verschärften den Druck auf Agrarland. Die Initiative knüpfe inhaltlich an die Trinkwasser- und Pestizidinitiative von 2021 an. Deren Ablehnung habe zwar Debatten über Pestizidbelastung und hohe Tierbestände ausgelöst, zugleich aber die Fronten verhärtet. Seit dem Einbruch ukrainischer Getreideexporte 2022 hätten rechte Agrarlobbys ökologische Vorgaben stärker bekämpft. Auch der Rechtsrutsch von 2023 und frühere Niederlagen erschwerten den Kampf. Die grossen linken Parteien und Umweltverbände hätten sich aus taktischen und finanziellen Gründen distanziert; die Autorin bezweifelt jedoch, dass dies sinnvoll war.

woz.ch

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