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Nutzen, Freiheit, Selbstverwaltung: Peter Blickle analysiert den Kommunialismus in der Schweiz und in Europa

Sichtweisen Schweiz
Nutzen, Freiheit, Selbstverwaltung: Peter Blickle analysiert den Kommunialismus in der Schweiz und in Europa

Themen: Demokratie, CH-Politik, Kultur/Feuilleton

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Europa

Peter Blickles Konzept des Kommunalismus deutet Beat Kappeler als Schlüssel zur schweizerischen politischen Kultur. Seit dem Hochmittelalter hätten Gemeinden, Städte und Landschaften in Europa Formen lokaler Selbstverwaltung entwickelt. Während freie Zusammenschlüsse im Alten Reich durch Kaiser, Adel und Kriege zurückgedrängt worden seien, habe sich die Eidgenossenschaft behauptet und ihren Raum vom Gotthard bis zum Hochrhein als Friedensraum organisiert. Kappeler verweist auf Sempach, den Schwabenkrieg und die konfessionellen Abstimmungen in den Pfarreien als Beispiele für diese eigenständige Rechtsetzung. Der Gemeine Nutzen, nicht eine übergeordnete Herrschaft, sei dabei leitend gewesen. Blickle verstand auch den Bauernkrieg von 1525 als Aufstand von Bauern, Städtern und Arbeitern gegen feudale Herrschaft. Kappeler verbindet diese historische Deutung mit heutigen Volksrechten und der Debatte über ein neues Rahmenabkommen mit der EU. Er kontrastiert den schweizerischen Nutzenbezug mit der europäischen Integration, Bürokratie und gemeinsamen EU-Schuldenpaketen.

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