Themen: CH-Politik, Innen-Politik, Partei-Politik
Regionen: Schweiz, Tessin
Claudio Zali, Regierungspräsident des Tessins von der Lega dei Ticinesi, tritt Ende September aus der Kantonsregierung zurück. Regierungsvizepräsidentin Marina Carobbio übernimmt das Präsidium. Zali geriet wegen dreier Vorfälle unter Druck: In aufgezeichneten Gesprächen aus den Jahren 2022 und 2023 soll er einer Bekannten Gewalt gegen eine andere Frau nahegelegt und Hilfe eines Freundes aus Mailand angedeutet haben. Zudem verlangte er nach Darstellung des Beitrags in einem Fall die Freilassung oder Verlegung des inhaftierten Sohns einer Bekannten; die Staatsanwaltschaft eröffnete deshalb ein Verfahren wegen möglichem Amtsmissbrauch und Nötigung. Weiter soll er bei der kantonalen Spitalverwaltung eine Anstellung für eine Bekannte und die Entlassung eines Grenzgängers verlangt haben. Zali bestreitet, jemanden geschlagen oder zum Schlagen aufgefordert zu haben, und verweist auf die Unschuldsvermutung. Im Oktober soll SVP-Nationalrat Piero Marchesi nachrücken.