Themen: Kultur/Feuilleton, KI/Digital
Regionen: International, Nordamerika
Alex Gibneys vierstündiger Dokumentarfilm «Musk» untersucht den Aufstieg Elon Musks und dessen Geschäftsimperium. Die Kolumne hält fest, der Film könne nicht abschliessend erklären, wie Musk zum reichsten Menschen der Welt wurde, sei aber trotzdem sehenswert. Im Zentrum stehe weniger die tagesaktuelle Empörung über explodierende Raketen, Grok, Twitter, selbstfahrende Teslas oder den abgebrochenen Umbau des US-Regierungsapparats als Musks Sammlung grosser Mengen wertvoller Daten. Auch Starlink erscheine dabei nicht als karitative Vernetzung abgelegener Gebiete, sondern als weiteres Projekt zur Datenerfassung. Der Text verweist zudem auf Musks Drogenkonsum, sein Verhalten gegenüber einer Expartnerin und eine während der Pandemie verstärkte Radikalisierung. Als Lehren aus dem Film nennt die Kolumne Skepsis gegenüber kapitalstarken Projekten und gegenüber Simulationstheorien. Ob HBO den Film veröffentlicht, bleibt wegen möglicher juristischer Einschüchterung offen. Das Zurich Film Festival zeigte ihn in voller Länge.