Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen, Partei-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Winterthur will die Erfolgsrechnung bis 2030 jährlich um 25 Millionen Franken entlasten oder zusätzliche Einnahmen erzielen. Finanzvorsteher Kaspar Bopp (SP) kündigte dafür das Projekt «Haushaltsentlastung 2030» an, das im kommenden Sommer vorliegen soll. Stadtverwaltung, ZHAW, Public Data Lab und BDO erarbeiten das Paket; BDO erhielt dafür im Juli einen Auftrag über 200’000 Franken. Hauptgrund für die Belastung sind steigende laufende Kosten in Bildung, Gesundheit und Sozialem. Bis 2030 erwartet die Stadt dort 120 Millionen Franken Mehrkosten, obwohl ihr Spielraum wegen kantonaler Vorgaben begrenzt ist. Das Budget 2027 sieht ein Defizit von 10,6 Millionen Franken vor, während das zweckfreie Eigenkapital 468 Millionen beträgt. SP, Grüne und AL wollen bestimmte Bereiche schonen; GLP, Mitte, FDP und SVP verlangen weitergehende Sparschritte. Die Parteien sind auch bei Stellenabbau und Steuerfuss uneins.