Themen: CH-Politik, Umwelt
Regionen: Schweiz, Tessin
Sem Genini von der Lega dei Ticinesi und Roberta Soldati von der SVP haben mit 16 Mitunterzeichnenden eine Motion zu nicht schützbaren Alpen im Tessiner Grossen Rat eingereicht. Sie verlangen, dass die nach Raubtierangriffen vorgesehenen Notfallmassnahmen praktisch anwendbar werden. Der bestehende Ablauf sieht zunächst Nachtzäune und längere Einschlusszeiten, danach die Anwesenheit eines Hirten und beim dritten Angriff am Tag die Räumung der Alp vor. Auf als nicht schützbar eingestuften Weiden seien einige dieser Massnahmen schwierig umzusetzen, argumentieren die Motionäre. Sie fordern die vollständige Vergütung zusätzlicher Kosten, Vergrämung oder Abschüsse vor einer Räumung sowie alternative Standorte für die Tiere. Zudem soll die Tessiner Regierung beim Bund verlangen, Schäden bereits ab dem ersten Angriff als relevant anzuerkennen und alle Angriffe auf nicht schützbaren Alpen mitzuzählen.