Themen: Demokratie, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Drei vertraute Personen rieten der Autorin von einer geplanten, ironischen Typologie von Politikerinnen und Politikern ab. Die Kritik zwang sie zwar kurzfristig zu einer neuen Kolumne, wurde für sie aber zum Anlass, über die Bedeutung ehrlichen Gegenlesens und Mitdenkens nachzudenken. Gerade in der Politik werde diese Arbeit oft unsichtbar: Wahlplakate, Medienzitate, soziale Netzwerke und Abstimmungskampagnen rückten einzelne Gesichter und Namen ins Zentrum. Politische Vorstösse, Reden und Positionen entstünden jedoch meist aus Recherche, Diskussionen, Fraktionssitzungen, Kompromissen sowie Einwänden von Mitarbeitenden, Parteikolleginnen, Fachpersonen, Organisationen, Freundinnen und Familienmitgliedern. Auch profilierte politische Persönlichkeiten handelten nicht völlig allein. Personen müssten Verantwortung übernehmen und Politik brauche erkennbare Gesichter, doch diese seien nur ein Teil der Geschichte. Die Autorin plädiert dafür, die Menschen hinter den sichtbaren politischen Akteurinnen und Akteuren stärker wahrzunehmen.