Themen: Neutralität, Partei-Politik, Krieg&Frieden
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Rund 2000 Personen nahmen am letzten August-Samstag an einer nationalen Kundgebung für Neutralität auf dem Bundesplatz in Bern teil. Die Veranstaltung warb wenige Wochen vor der Abstimmung für ein Ja zur Neutralitätsinitiative. Die Rednerinnen und Redner vertraten die Position, eine dauerhafte und prinzipielle Neutralität stärke die Glaubwürdigkeit der Schweiz, ermögliche Gute Dienste und schütze vor einer Verwicklung in Kriege. Sie kritisierten die Annäherung an EU und Nato, die Übernahme von Sanktionen sowie das Konzept einer «flexiblen Neutralität». Mehrere Voten stellten Sanktionen als kriegsfördernd dar und verlangten eine konsequente Politik des Dialogs und der Vermittlung. Zu den Beteiligten gehörten unter anderen Alfred de Zayas, Pascal Lottaz, Jacques Baud, Wolf Linder, Ralph Bosshard, Jean-Daniel Ruch, Michelle Cailler, Maria Pia Ambrosetti, Massimiliano Ay und Christoph Pfluger. Die Beiträge verbanden Neutralität mit nationaler Souveränität, direkter Demokratie und Friedenspolitik.