Weiterwursteln inmitten der Klimakrise https://www.republik.ch/2026/10/12/weiterwursteln-inmitten-der-klimakrise
Die Schweiz lehnt es ab, sich in der Klimakrise von einem unabhängigen Wissenschaftsrat beraten zu lassen.
Die Schweiz lehnt es ab, sich in der Klimakrise von einem unabhängigen Wissenschaftsrat beraten zu lassen.
Autor Walter Rüegg kritisiert den Rohstoff- und Kupferbedarf der Photovoltaik sowie deren wetterabhängige Produktion. Er hält eine rasche globale Dekarbonisierung bis 2050 für unrealistisch, erwartet weiter fossile Energien und sieht langfristig Kernkraft als zentrale CO₂-arme Stromquelle.
Solarpanels führen laut einer kritischen Aussage wegen ihrer geringen Energiedichte fast immer zu Giftmüll. Weil für die Energieerzeugung möglichst viele Module nötig seien, steige die problematische Abfallmenge.
Ein südkoreanisches Frachtschiff hat erstmals eine kommerzielle Hin- und Rückfahrt zwischen Südkorea und Europa über das Nordpolarmeer absolviert. Die getestete Arktisroute könnte den Seeweg gegenüber herkömmlichen Verbindungen verkürzen.
Greenpeace misst in 32 Prozent der niederländischen Gebiete PFAS-Werte im Trinkwasser deutlich über dem RIVM-Richtwert. Der gesetzliche EU-Grenzwert wird eingehalten, doch teure Aufbereitung lässt die Wasserrechnungen steigen. Organisationen verlangen ein EU-weites PFAS-Verbot.
Das Zuger Holzhochhaus Pi mit 180 Wohnungen wird durch eine Beschwerde vor dem Verwaltungsgericht blockiert. Nachdem der Regierungsrat den Rekurs abgewiesen hatte, droht dem 80 Meter hohen Projekt an der Baarerstrasse eine weitere Verzögerung um Jahre.
In Sursee versorgt eine neue Wärmezentrale rund 30 Liegenschaften mit Wärme aus Schweizer Holz.
Die eidgenössische Volksinitiative «Für bewilligungsfreie Solaranlagen» kommt nicht vors Volk.
Der rekordtiefe Pegel des Zürichsees legt in Horgen ein Schienenstück frei, das beim Uferabrutsch von 1875 versank. Damals rutschten Gleise, Bahnhof und Güterschuppen der neuen linksufrigen Zürichseelinie in den See; Menschen wurden nicht verletzt.
Mitglieder des Drop Kollektivs erklären ihre Störaktionen gegen Unternehmen und einflussreiche Personen. Sie wollen die Verantwortung für die Klimakrise von individuellem Konsum auf fossile Akteure und deren Greenwashing verschieben und setzen dafür auf legalen, disruptiven Protest.
Der Zürcher Regierungsrat stoppt Tempo 30 und neue Fussgängerquerungen auf der Rosengartenachse. Stadt und IG Westtangente Plus kritisieren die Blockade eines rechtskräftigen Projekts trotz hoher Lärmbelastung für Tausende Anwohnende und verweisen auf gesundheitliche Folgen von Verkehrslärm.
Anwohner:innen in Zürich Hard-West kritisieren die Planung für das Schlachthof-Areal: Der vorgesehene Schul- und Gewerbebau verdränge wichtige Grünflächen. Sie beanstanden zudem die Mitwirkung und fordern, bestehende Gebäude zu nutzen sowie deutlich mehr frei zugänglichen Raum zu schaffen.
Flávio Bolsonaro liegt nach dem ersten Wahlgang vor Lula da Silva und dürfte Brasiliens Präsident werden. Seine Rechte dominiert künftig Parlament und Bundesstaaten. Der erwartete Rechtskurs bedroht Umwelt- und Indigenenschutz, während die Linke bei jungen und einkommensschwachen Wählenden verliert.
Die SBB prüfen in Wetzikon-Kempten Abstellgleise für zwölf S-Bahnzüge. Nach Widerstand in Bubikon und dem Verzicht auf Feldbach stösst das Projekt erneut auf Vorbehalte. Der Stadtrat beteiligt sich an einer Machbarkeitsstudie, ohne dem Vorhaben zuzustimmen.
Die Bergbahnen Sörenberg erzielten 2025/2026 bei 130'000 Eintritten 9,7 Millionen Franken Umsatz und 732'000 Franken Gewinn. Nach der Krise setzen sie auf Ganzjahrestourismus, neue Angebote und die Konzentration auf schneesicherere Kernanlagen.
Köln ehrt Emily und Rudolf Manga Bell statt Gustav Nachtigal. Weitere Meldungen betreffen ein unsichtbares Hörimplantat, 14'400 neue SHK-Lernende, E-Auto-Prämien für 100'000 Haushalte, 41'000 EU-Zugtickets für 18-Jährige und 57 Tiefseearten vor Argentinien.
Ein breites Bündnis hat nach eigenen Angaben mehr als 131'800 Unterschriften für ein Referendum gegen den Bau neuer Atomkraftwerke eingereicht. Damit wendet es sich gegen Vorhaben, die den Neubau von AKW in der Schweiz ermöglichen würden.
Der Nationalrat diskutiert nach der Trockenheit über Wasserspeicher für Alpen und Landwirtschaft. Jürg Grossen und Ernst Wandfluh verlangen einfachere Bewilligungen; der Bund verweist auf Hilfen, kantonale Zuständigkeiten und weitere Entscheide über Massnahmen bis Ende Oktober 2026.
KPT-Chef Thomas Harnischberg fordert angesichts steigender Gesundheitskosten Spitalschliessungen, zusätzliche Rettungshelikopter und weniger Krankenkassen. Daneben kündigt Tamedia Stellenabbau an, der Kanton Bern elektrifiziert seine Fahrzeugflotte, und Herofest erreicht einen Besucherrekord.
Walter Rüegg kritisiert Photovoltaik und Windkraft wegen ihres Rohstoffbedarfs, der schwankenden Produktion und fossiler Ersatzkapazitäten. Er plädiert für einen langfristig stärkeren Ausbau der Kernenergie und erwartet bis dahin weiter hohe globale Emissionen.
Ein Autor warnt vor einer eskalierenden Klimakrise und kritisiert Konsum, Flugreisen sowie politische Untätigkeit. Während Superreiche sich mit Bunkern und Luxus abschotten könnten, trügen andere die Folgen. Er ruft Einzelne dazu auf, sich politisch zu engagieren.
Microlino-Gründer Wim Ouboter spricht am 11. November in Zürich über den Weg vom Micro Scooter zum Schweizer Elektroauto. Wegen fehlender CO2-Gutschriften und hoher Kosten prüft das Unternehmen, die Produktion von Italien nach China oder Indien zu verlagern.
Pazifikstaaten fordern vor dem UNO-Klimagipfel im November in der Türkei mehr Geld für Anpassungsmassnahmen und das Festhalten am 1,5-Grad-Ziel. Bei einem Treffen auf Fidschi verweisen sie auf die bereits spürbaren Folgen des steigenden Meeresspiegels für Inselstaaten.
Winterthur plant in Seen ein Klimaquartier mit Einbahnstrassen, Begegnungszonen und sichereren Wegen für Velos und Fussgänger. Anwohnerinnen und Anwohner diskutieren Nutzen und Kritik; die von der Stadt vermeldete hohe Zustimmung beruht auf nur 40 Rückmeldungen aus rund 500 Haushalten.