Äusserst harmonisch https://www.republik.ch/2026/07/15/am-gericht-aeusserst-harmonisch
Eine ehemalige Mitarbeiterin des Migrationsamts Baselland muss sich vor dem Strafrichter verantworten.
Eine ehemalige Mitarbeiterin des Migrationsamts Baselland muss sich vor dem Strafrichter verantworten.
Rechtsextreme EU-Abgeordnete machten mit «Send them back»-Rufen nach einer Abstimmung über verschärfte Abschieberegeln mobil. Präsidentin Roberta Metsola verurteilte den Vorfall und kündigte Sanktionen an, während Parlament und Zivilgesellschaft über zunehmende Hassrede streiten.
In der AfD verschärft sich der Machtkampf zwischen Alice Weidels völkischem Umfeld und moderateren Kräften. Parteitage in Erfurt und Nordrhein-Westfalen offenbaren Streit über Martin Sellner, Remigration und die Abgrenzung zur Identitären Bewegung.
Die Zürcher Anlaufstelle FGMhelp beriet 2024 insgesamt 89 Frauen und Mädchen wegen weiblicher Genitalbeschneidung. Sie vermittelt Betroffene an Fachpersonen und schult medizinische sowie Asyl- und Migrationsfachkräfte. Schweizweit sind über 20’000 Frauen und Mädchen betroffen oder bedroht.
Die Fussball-WM 2026 wurde laut dem Beitrag von rassistischen Angriffen und US-Einreisebeschränkungen überschattet. Betroffen waren Schiedsrichter, Teams, Staff und Fans mehrerer überwiegend afrikanischer oder muslimischer Länder; FIFA und teilnehmende Staaten reagierten kaum.
Kanton und Gemeinde prüfen in Kandersteg Alternativen zu einer Kollektivunterkunft für 200 Asylsuchende. Gegen das Vorhaben richtete sich eine Petition mit mehreren Hundert Unterschriften; im Tourismusdorf werden Konflikte befürchtet.
Neuchâtel führt ab September 2026 ein auf 15 Monate befristetes Verfahren zur Regularisierung langjährig anwesender Sans-Papiers ein. Wer seit über zehn Jahren in der Schweiz lebt, kann einen legalen Status erhalten; Vorbild ist die Genfer Opération Papyrus.
News vom Samstag – Hauptstadt-Brief #633 Ich stecke in einem Dilemma. Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft spielt in der Nacht auf morgen Sonntag gegen Argentinien. Es ist das erste WM-Viertelfinale mit Schweizer Be...
Der kurdische Asylsuchende Velat Aydin hungerstreikt vor dem Bundesverwaltungsgericht in St.Gallen. Er protestiert gegen die lange Wartezeit auf seinen Rekursentscheid und fordert verbindliche Angaben zur Dauer von Asylverfahren.
Ein aus Damaskus geflohener Autor betrachtet die Schweiz durch das Fenster seines Arbeitszimmers und kontrastiert ihre Vielfalt mit der Entfremdung unter Syriens Diktatur. Er fragt, wie Städte zu Orten von Freiheit, Zugehörigkeit und gemeinsamer Zukunft werden können.
Ein in der Schweiz geborener Tamil schildert seinen Weg zur Einbürgerung. Zwischen tamilischen Festen, Dorfvereinen und politischer Anpassung entwickelte er ein kritisches Verständnis von Integration und wünscht sich eine Schweiz, die Migration als Bereicherung anerkennt.
Papst Leo XIV. prangerte auf Lampedusa die tödlichen Folgen europäischer Abschottung an. Obwohl weniger Menschen ankommen, werden Geflüchtete im Hotspot isoliert; Aktivist:innen verweisen auf Rückführungen nach Libyen und deren Folgen.
Die AfD hat in Erfurt einen jüngeren Bundesvorstand gewählt, in dem viele Vertraute von Alice Weidel und Björn Höcke sitzen. Mehrere Neugewählte stammen aus der aufgelösten Jungen Alternative und vertreten völkische Positionen zu Staatsbürgerschaft, Migration und «Remigration».
Ministerpräsident Rob Jetten entschuldigte sich für die Behandlung molukkischer Familien, die 1951 in die Niederlande gebracht wurden. Entlassene Soldaten lebten isoliert und ohne Integrationsperspektive. Nachfahren fordern nun historische Bildung sowie Anerkennung anhaltender sozialer Nachteile.
Der Kriminologe Ahmed ordnet die aktuelle Gefängnisstatistik zur sogenannten Ausländerkriminalität ein und bezeichnet die verbreitete Vorstellung darüber als Mythos, mit dem aufgeräumt werden müsse.
Front-Lex hat im Namen von drei Betroffenen Beschwerde gegen Europols parallele IT-Systeme eingereicht. Die Anwälte verlangen ein sofortiges Verarbeitungsverbot für sensible Daten. Reagiert der Datenschutzbeauftragte nicht innert drei Monaten, wollen sie vor den EuGH ziehen.
Der Beitrag verknüpft Gewalt am Hauptbahnhof Ende Mai und die hohe Deliktzahl im Bezirk Solothurn mit der Aufnahme eritreischer Asylsuchender. Er nennt steigende Bundesausgaben im Asylbereich und kritisiert fehlende Rückführungsmöglichkeiten sowie schwierige Integration.
Die Tschechin Eva Kollmer kam für einen kurzen Saisonjob ins Saanenland. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Gsteig, nachdem sie zuvor in Irland, Frankreich, Kanada und der Schweiz unterwegs war.
SP-Nationalrätin Miriam Locher will den Fall im Baselbieter Migrationsamt mit einer Interpellation auf Bundesebene aufarbeiten. Nach dem Freispruch einer Ex-Kaderfrau fordert sie Antworten zu rechtsstaatlichen Standards, Aufsicht, Diskriminierung und möglichen Wiedergutmachungen.
Gavin Newsom parodiert Trump mit KI-Videos, doch Roland Meyer bezweifelt den politischen Nutzen linker «Slopaganda». Virale Inhalte spiegelten oft reaktionäre Muster. Erfolgreiche Kampagnen setzten dagegen soziale Medien zur Unterstützung konkreter lokaler Arbeit ein.
Das Textilmuseum St. Gallen zeigt Barbara Davatz’ Porträts von Beschäftigten einer Ausserrhoder Textilfirma aus dem Jahr 1972. Die grossformatigen Bilder würdigen Schweizer und migrantische Arbeiterinnen und Arbeiter als individuelle Persönlichkeiten.
Das AfD-Bundesschiedsgericht lässt Matthias Helferich in der Partei und sperrt ihn nur sechs Monate für Parteiämter. Die Entscheidung stärkt vor dem Parteitag das völkische Lager in Nordrhein-Westfalen und schwächt Landeschef Martin Vincentz, der den Ausschluss beantragt hatte.
Mattea Meyer spricht über fremdenfeindliche Abstimmungsvorlagen in der Schweiz: Von rund 20 Vorlagen fand nur die Masseneinwanderungsinitiative eine Mehrheit.
Terror gegen Immigrant:innen in Südafrika, Tausende Vermisste in Venezuela und die kommunistische Stadtpolitik in Graz prägen das Nachrichtenbriefing.